Münchener Kommentar zum Handelsgesetzbuch · Band 2 – §§ 105–229 HGB · Konzernrecht der Personengesellschaften

Münchener Kommentar zum Handelsgesetzbuch · Band 2 – §§ 105–229 HGB · Konzernrecht der Personengesellschaften

herausgegeben von Dr. Ingo Drescher, Dr. Holger Fleischer, Dr. Karsten Schmidt, 6. Auflage 2026, 1.984 Seiten, 329,00 €, Verlag C.H. Beck, München, ISBN 978-3-406-81542-3

Mit der sechsten Auflage des zweiten Bandes des Münchener Kommentars zum Handelsgesetzbuch legt der Verlag C.H. Beck die zentrale Kommentierung zum Recht der offenen Handelsgesellschaft und der Kommanditgesellschaft in grundlegend überarbeiteter Form vor. Die Neubearbeitung steht vollständig im Zeichen des zum 1.1.2024 in Kraft getretenen MoPeG und markiert einen dogmatischen Neustart der §§ 105–179 HGB.

Der Band behandelt die offene Handelsgesellschaft (§§ 105–160 HGB) sowie die Kommanditgesellschaft (§§ 161–179 HGB) einschließlich ergänzender Anhänge zum KAGB, zum Insolvenzrecht und – besonders hervorzuheben – zum Konzernrecht der Personengesellschaften. Gerade letzterer Teil trägt der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung komplexer Personengesellschaftsstrukturen Rechnung und schließt eine dogmatisch anspruchsvolle, in der Praxis aber hochrelevante Lücke.

Das MoPeG hat das Recht der Personenhandelsgesellschaften nicht lediglich redaktionell modernisiert, sondern strukturell neu ausgerichtet. Neben der Neudurchzählung der Vorschriften betreffen die Änderungen zentrale Grundfragen: Die Öffnung der Personenhandelsgesellschaft für Freie Berufe, Modifikationen bei Gewinnermittlung und -verwendung sowie insbesondere die Neukonzeption des Anfechtungsrechts (§§ 100–115 HGB) nach kapitalgesellschaftsrechtlichem Vorbild verändern das Systemgefüge spürbar. Der Kommentar arbeitet diese Umbrüche nicht nur nachzeichnend, sondern analytisch durchdringend auf. Bereits erschienene Literatur wird umfassend ausgewertet; zugleich werden neu aufgeworfene Problemfelder eigenständig strukturiert und mit tragfähigen Lösungsvorschlägen versehen.

Kennzeichnend für den Band ist die Verbindung aus wissenschaftlicher Tiefe und systematischer Geschlossenheit. Die Kommentierung versteht sich nicht als bloße Fortschreibung früherer Auflagen, sondern als in sich konsistente Neukonzeption zum reformierten Recht. Dogmatische Linien werden klar herausgearbeitet, historische Bezüge aufgezeigt und praxisrelevante Streitfragen pointiert verortet. Damit wird der Kommentar seiner Stellung als Referenzwerk für die richterliche und anwaltliche Praxis ebenso gerecht wie für die wissenschaftliche Diskussion.

Die Anhänge – insbesondere zum Konzernrecht der Personengesellschaften – gewinnen im Lichte der zunehmenden Bedeutung mehrstufiger Beteiligungs- und Holdingstrukturen erhebliches Gewicht. Sie bieten eine systematische Durchdringung eines Rechtsgebiets, das weiterhin stark von richterrechtlicher Fortbildung geprägt ist.

Insgesamt erweist sich der Band als grundlegendes Arbeitsmittel für alle, die mit dem reformierten Personengesellschaftsrecht befasst sind. Für Richterschaft, Anwaltschaft, Unternehmen, Verbände und Wissenschaft bildet er eine verlässliche dogmatische Grundlage im Übergang zum neuen Recht – und dürfte auf absehbare Zeit die maßgebliche Referenzkommentierung zu §§ 105–179 HGB bleiben.

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Münchener Kommentar zum Handelsgesetzbuch · Band 2 – §§ 105–229 HGB · Konzernrecht der Personengesellschaften